Inselmitte & Dörfer, Mallorca

Die meisten kennen von Mallorca die Badeorte an der Küste. Wer wissen will, wie die Mallorquiner leben, muss ab in die Inselmitte – und entdeckt ganz nebenbei sanfte, hügelige Landschaften mit Olivenhainen, Orangenfeldern und Weinreben, alle paar Kilometer unterbrochen von zauberhaft herausgeputzten Dörfern und herrschaftlichen Fincas. Welche Orte sich für einen Besuch besonders lohnen, wo es den besten Wein der Insel gibt und wie sich der Markt entwickelt....

Wer Mallorca zu kennen glaubt, der verlasse die Küsten, fahre ins Inselinnere und suche sich irgendein kleines Dorf. Mit großer Sicherheit wird er überrascht werden, denn ist fast egal, auf welches die Wahl fällt – die meisten haben sich in den vergangenen Jahren herausgeputzt und sind alles andere als verschlafen. Es wurden Fußgängerzonen eingerichtet, Häuser renoviert, Kulturzentren und Museen eröffnet, von vorn bis hinten wurde alles verschönert.
Seit die Touristen Mallorca in den 60er-Jahren entdeckten, setzte die Regierung der Insel jahrzehntelang auf das Konzept von „Sol y Playa“ – Sonne und Strand. Den Strand hatten die Dörfer im Inselinneren nicht zu bieten, also wurden sie vergessen und träumten im Dornröschenschlaf vor sich hin. Bis eine junge Generation sie wieder erweckte.

Auch die ein oder andere Bodega, so nennt man Weingüter, bei denen man manchmal auch Weine probieren kann, findet man hier. Das erste Qualitätsweinbaugebiet Mallorcas liegt in Binissalem, am Fuße der Tramuntana-Berge. Aber auch in Richtung Süden haben sich einige hervorragende Winzer niedergelassen. Im südöstlichen Teil der Insel, im Örtchen Felanitx, findet sich das Weingut Ànima Negra. Die Weine von Ànima Negra sind Kult, so viel schon mal vornweg. Sie sind konzentriert, aromatisch, mineralisch, so wie die meisten Weine der Insel. Klima und Böden geben solche Weine einfach her. Und diese Inselweine sind richtig gut – und selten ein Schnäppchen. Weine von Mallorca sind immer etwas teurer, was an den kleinen Mengen und dem Transport liegt.

Der Ort Santa Maria ist dank der Nähe zu Palma aber auch wegen seines Panoramas auf die Bergkulisse der Tramuntana in den letzten Jahren zum Vorzeige-Ort auf Mallorca avanciert. Gut betuchte Ausländer kaufen moderne Finca-Anwesen und man trifft sich abends in einem der angesagten Restaurants oder Bars in dem gepflegten Dorf.

Verpassen Sie in Santa Maria keinesfalls die beiden großartigen Concept Stores Living Dreams und Villa Wesco. Ersteres ist eine wahre Fundgrube voller bemerkenswerter Möbel und Einrichtungsgegenstände mit einem hervorragenden Bistro, und Letzteres ein Paradies für Koch- und Designfans.

Alaró ist ein ebenso reizvolles typisch mallorquinisches Dörfchen, das mit kleinen Häusern mit herrlichen Außenfassaden aus Naturstein sowie kleinen Sehenswürdigkeiten wie einer Mini-Kirche die Blicke auf sich zieht. Bei Wanderern ist Alaró ein heiß begehrtes Terrain, um Wandertouren in die Sierra de Tramuntana zu starten. Fernab jeglicher Hektik genießen Immobiliensuchende an diesem Ort der Inselmitte ein Leben in einem geschichtsträchtigen Dorf, in dem ortsansässige Restaurants mit einer unglaublichen Auswahl an Schlemmerfreuden überraschen.

 

Wer einen durch und durch authentischen Markt erleben möchte, sollte sich an einem Mittwoch nach Sineu in der Inselmitte begeben. An diesem seit Jahrhunderten bedeutenden Handelstag für die Stadt wird an den Ständen alles Mögliche angeboten – vom Kleidungsstück bis zum lebenden Huhn.

Die Insel bietet für jeden Geschmack etwas. Finca-Liebhaber, die die Ruhe und unberührte Natur Mallorcas suchen, kommen in der Inselmitte, im UNESCO Weltkulturerbe dem Tramuntana Gebirge und auch im Nordosten auf Ihre Kosten. Hier gibt es attraktive Fincas zu weiterhin normalen Preisen. Auch die Dörfer haben sich in den letzten Jahren gemacht und sprechen immer mehr ausländische Residenten und Ferienkäufer an. Insbesondere die Dörfer Santa Maria de Cami und Alaro, sind hier Vorreiter, liegen sie doch zum einen nahe an Palma und zum anderen traumhaft eingebettet an den Ausläufern der Tramuntana. Auch liegt hier das Weingebiet D.O. Binissalem, welches seinen Charme hat. Als weiteres Dorf / Stadt welche seit 2017 mehr und mehr Interesse findet und aus dem Tiefschlaf erwachen wird, ist Llucmajor. Für die Stadt spricht die gute Anbindung an Palma und den Flughafen, eine gute Infrastruktur sowie Golfplätze vor der Haustüre, Strände und Marinas in ca. 15 Fahrminuten Entfernung. Das Preisniveau ist hier noch sehr niedrig und wird sicherlich im Jahr 2017 Steigerungen verzeichnen.
Nichts desto trotz ist zu erkennen, dass sich das Preisgefüge, bei einem durchweg steigenden Preisniveau, sehr unterschiedlich entwickelt. Die Preise in Palma und in den Küstenorten des Südwestens, liegen im Neubausegment inzwischen häufig bei 8.000 – 10.000 €. Bei Penthäusern und Meerblick sogar darüber. Auf dem Land und in den Dörfern, sogar in einigen Wohnsiedlungen im Südwesten Mallorcas liegen die Preise für Häuser bei weitem nicht so hoch. Zwar gibt es auch hier Ausnahmeimmobilien, die einen überdurchschnittlich hohen Wert haben, aber die große Nachfrage insbesondere nach Wohnungen in Palma und den Küstenorten bei Palma treibt die Preise wesentlich schneller, als in anderen Regionen.